MANDY PFEIFER - Mitglied im Landtag & OB-Kandidatin für Schwerin

Meine Themen für den Oberbürgermeisterin-Wahlkampf
Wer ich bin. Wofür ich stehe.
Ich bin mit ganzem Herzen Schwerinerin. Als Diplom-Sozialverwaltungswirtin, Kommunalpolitikerin und Landtagsabgeordnete kenne ich Stadt und Staat von innen und außen. Ich stehe für soziale Politik, klare Worte und eine Verwaltung, die zuhört, erklärt und präsent ist.
Eine gute Oberbürgermeisterin sieht ihre Stadt mit den Augen der Menschen. Sie schafft Vertrauen, bringt Menschen zusammen, behält das Ganze im Blick – vom Stadtteil, dem Verein bis zur Wirtschaft.
Ich kenne die Herausforderungen dieser Stadt und die Erwartungen der Menschen. Und ich weiß: Gute Politik entsteht nicht im Alleingang, sondern im Miteinander. Deshalb trete ich an.

Was Sie von mir als Oberbürgermeisterin erwarten können?
Eine Stadt wird nicht besser regiert, wenn Entscheidungen schneller fallen, sondern wenn sie besser vorbereitet sind. Ich will zuhören, bevor entschieden wird. Gute Stadtpolitik beginnt im Gespräch. Als Oberbürgermeisterin möchte ich Menschen zusammenbringen – aus Nachbarschaften, Vereinen, Wirtschaft und Verwaltung. Erst reden, dann sortieren, dann handeln. Offen, ehrlich und nachvollziehbar.
Mir ist wichtig, dass Probleme früh benannt werden und Lösungen gemeinsam entstehen. Nicht über Köpfe hinweg, sondern mit den Menschen. So wächst Vertrauen – und genau das braucht unsere Stadt.

Es ist Zeit für Ihre Fragen! Machen wir einen Kaffeeklatsch!
Ich bin ansprechbar. Wenn es brennt, habe ich ein offenes Ohr. Bei einem Kaffeeklatsch, einem Bier oder einfach im Gespräch zwischendurch. Sie haben Fragen, Sorgen oder Ideen? Melden Sie sich bei mir! Ich nehme mir Zeit – für Sie, Ihre Fragen, was Ihnen so unter den Nägeln brennt. Kaffee und Kuchen oder Bier bringe ich mit und Sie Ihre Fragen.
Lassen Sie uns reden. Besser miteinander als übereinander.
Schreiben Sie mir eine Mail:

Kurz zu mir
Ich bin Mandy Pfeifer, Schwerinerin und Demokratin. Als Diplom- Sozialverwaltungswirtin, Kommunalpolitikerin und Landtagsabgeordnete kenne ich unsere Stadt und setze mich für soziale Politik, klare Worte und eine Verwaltung ein, die zuhört und erklärt. Als Oberbürgermeisterin kandidiere ich, weil gute Politik im Miteinander entsteht.
Meine Ideen für Schwerin
Schwerin steht vor wichtigen Entscheidungen. Viele Menschen fragen: Wofür stehe ich? Was will ich verändern? Wie soll sich unsere Stadt entwickeln?
Hier beantworte ich die wichtigsten Fragen zu meiner Kandidatur, meinen Zielen und meinem Verständnis von Stadtpolitik – konkret, verbindlich und nah an den Menschen.

Persönliches und meine Motivation
Was bringe ich mit für das Amt?
Ich bringe langjährige Erfahrung in der Stadtvertretung, Fraktionsführung und im Landtag mit. Ich kenne Verwaltungsabläufe, Haushaltsrecht und politische Mehrheiten. Eine Oberbürgermeisterin muss führen, vermitteln, entscheiden und Verantwortung tragen. Genau das tue ich seit Jahren – sachlich, verbindlich und lösungsorientiert. Ich bin Schwerinerin, auf dem Dreesch aufgewachsen, Diplom-Sozialverwaltungswirtin (FH), Landtagsabgeordnete und Vorsitzende der SPD-Stadtfraktion. Ich verbinde Verwaltungserfahrung mit Landespolitik – und kenne die Stadt aus dem Alltag der Menschen. Meine Kandidatur für das Oberbürgermeisteramt steht für ein klares Verständnis von Stadtpolitik: zuhören, erklären, beteiligen und erst dann entscheiden. Ich will eine Verwaltung, die nah bei den Menschen ist, verständlich arbeitet und unterstützt, wenn Hilfe gebraucht wird – bei Wohnen, Bildung, Familie oder im Ehrenamt. Eines meiner zentralen Anliegen ist die Zukunft junger Menschen: Gute Kitas, starke Familien und echte Bildungschancen sehe ich als Fundament für Zusammenhalt und zugleich für soziale sowie wirtschaftliche Stärke – gute Arbeit, Fachkräfte und eine Stadt, die Unternehmen willkommen heißt.
Was qualifiziert mich?
Ich verbinde zwei Perspektiven: Ich habe Verwaltungserfahrung als studierte Sozialverwaltungswirtin (FH), habe viele Jahre in einer öffentlichen Verwaltung gearbeitet (als Referentin für Suchtprävention, im Zusammenhang mit dem Beratungs- und Hilfenetz für Betroffene häuslicher und sexualisierter Gewalt und der Förderung von Frauen in Führungspositionen, im Zusammenhang mit Pflege und an der Schnittstelle zwischen Verwaltung und Landtag) und bin seit Jahren in der Landes- und Kommunalpolitik tätig. Ich kenne Abläufe, Förderprogramme, Entscheidungswege – und vor allem die Lebensrealität der Menschen. Politik ist für mich kein Reden über Probleme, sondern Lösen von Problemen.

Wie sehe ich Schwerin?
Schwerin hat viel erreicht. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Schulen wurden modernisiert, Infrastruktur verbessert, Schwerin hat’s auf die Liste als Welterbe geschafft. Das ist das Ergebnis engagierter Arbeit – durch engagierte Vereine und Menschen, in der Stadtvertretung, an der Stadtspitze und in der Verwaltung. In unserer Stadt arbeiten viele kompetente, engagierte Beschäftigte, die täglich Verantwortung tragen. Darauf können wir auch in Zukunft aufbauen. Ich kandidiere, um das weiterzuführen – klar, verbindend und entschlossen. Und um an den Stellen nachzubessern, wo es notwendig und sinnvoll ist. Ich will Prozesse so gestalten, dass Fachwissen früh einbezogen wird, Konflikte rechtzeitig erkannt werden und Lösungen tragfähig sind, bevor sie in die Stadtvertretung gehen. Ich setze auf Dialog – mit Bürgerinnen und Bürgern genauso wie mit den Beschäftigten im Stadthaus. Gute Entscheidungen entstehen, wenn Erfahrung, Fachlichkeit und politische Verantwortung zusammenkommen.
Warum kandidiere ich als Oberbürgermeisterin?
Ich kandidiere, weil ich als Oberbürgermeisterin am meisten für Schwerin und die Menschen bewirken und unsere Demokratie am besten schützen kann, und weil ich will, dass Stadtpolitik spürbar hilft. Wenn eine Familie keine Wohnung findet. Wenn eine Seniorin an einem Antrag scheitert. Wenn ein Verein monatelang auf Antwort wartet. Politik beginnt nicht im Sitzungssaal, sondern im Alltag der Menschen. Ich kandidiere aus Überzeugung, weil ich an diese Stadt glaube. Schwerin hat enormes Potenzial: engagierte Menschen, starke Unternehmen, lebendige Stadtteile, fleißige Verein, das Welterbe. Schwerin ist wunderschön.
Wie verstehe ich das Amt der Oberbürgermeisterin?
Die Oberbürgermeisterin ist für mich nicht Verwalterin, sondern Brückenbauerin. Zwischen Stadtgesellschaft, Verwaltung, Wirtschaft, Vereinen und Politik. Die Stadtverwaltung ist für viele der einzige direkte Kontakt mit dem Staat. Hier entsteht Vertrauen. Auch in die Demokratie. Deshalb will ich Lösungen zuerst mit den Menschen entwickeln – in Bürgerdialogen, in Stadtteilen, mit Vereinen, mit Ehrenamtlichen. Dann werden wir sie fachlich in und mit der Verwaltung ausarbeiten. Und anschließend bringe ich sie als klare, nachvollziehbare Vorlagen in die Stadtvertretung. Das ist für mich moderne Stadtpolitik. Nicht laut. Nicht ideologisch. Sondern wirksam. Politik muss im Alltag wirken. Wenn eine Familie eine Wohnung sucht. Wenn ein Antrag zu kompliziert ist. Wenn eine Antwort zu lange dauert. Als Oberbürgermeisterin trage ich Verantwortung für die Verwaltung, für die strategische Entwicklung der Stadt und für die Umsetzung der Beschlüsse der Stadtvertretung. Ich kann nicht jedes Problem allein lösen – aber ich kann Prozesse steuern, Prioritäten setzen und Entscheidungen verantworten. Ich verspreche keine Wunder. Ich verspreche Führung, Respekt und Transparenz.
Wie sehe ich Verwaltung?
Verwaltung ist für mich der Herzschlag der Demokratie. Die Verwaltung ist der Ort, an dem Menschen Demokratie erleben und meist das erste und manchmal das einzige mal mit dem Staat in Kontakt kommen. Deshalb muss Verwaltung bürgernah sein, Prozesse – wo es geht - vereinfachen, Digitalisierung ausbauen und gleichzeitig persönliche Erreichbarkeit sichern. Wer einen Termin braucht, soll ihn bekommen. Wer eine Antwort erwartet, soll sie erhalten. Wer Hilfe braucht, soll sie finden.

Mobilität und Klima
Was sind meine Mobilitätsziele?
Mobilität bedeutet Teilhabe. Schwerins Nahverkehr ist eine Stärke – und muss es bleiben. Ich stehe dafür, Bestehendes zu stärken und klug zu ergänzen. Schwerin investiert jährlich rund zehn Millionen Euro in den Nahverkehr. Das ist ein starkes Bekenntnis. Ich will auf dieser Basis weiterarbeiten: sichere Radwege, barrierearme Haltestellen, gute Verkehrssteuerung. Mobilität ist keine Ideologiefrage, sondern Organisationsaufgabe – und die kann Schwerin.
Wie stehe ich zum Radentscheid und zum Radverkehr in Schwerin?
Der Radentscheid ist politische Beschlusslage. Planungssicherheit und Verlässlichkeit sind hier entscheidend. Dazu stehe ich auch nach der Oberbürgermeisterwahl. Besonders wichtig sind mir hierbei sichere Radwege. Für mich ist Radfahren aktiver Klimaschutz, Gesundheitsförderung und Lebensqualität zugleich. Wege, die sicher mit dem Rad zurückgelegt werden kann, entlasten den Verkehr, die Umwelt und die Innenstadt. Radverkehr gehört deshalb auch zu moderner Stadtentwicklung dazu. Eine fahrradfreundliche Stadt ist leiser, sauberer und sozial gerechter – weil Mobilität bezahlbar bleibt. Für den ADFC ist es daher wichtig, dass die vorhandenen Radwege gut instandgehalten und im Winter geräumt werden. Die vorhandene Infrastruktur sollte deshalb auch kontinuierlich ausgebaut werden, denn es gibt noch viele Schwachstellen. Aber dazu gehört auch, dass alle Mobilitätsarten u.a. Auto und Fußgänger miteinander und ausgewogen entwickelt werden.
Was heißt Klimapolitik
konkret für Schwerin?
Klimaschutz muss im Alltag spürbar sein: mehr Schattenplätze, Stadtgrün, entsiegelte Plätze und kühle Aufenthaltsorte – besonders in dicht bebauten Quartieren. Klimapolitik ist Lebensqualitätspolitik.
Fragen & Antworten
Was wäre meine
erste Amtshandlung?
Wir haben viele Angebote in Schwerin. Aber viele Menschen kennen sie gar nicht. Ich stelle mir hier einen Angebotslotsen vor, der hier niedrigschwellig und unkompliziert hilft.
Was ich konkret leisten
kann – und was nicht?
Ich kann als Oberbürgermeisterin: •die Verwaltung führen, •Prioritäten im Haushalt setzen, •Prozesse in der Verwaltung beschleunigen, •Gespräche organisieren, Menschen beteiligen, Mehrheiten suchen, •Vorhaben und Projekte steuern. Ich kann keine Bundesgesetze ändern. Ich kann nicht allein über Polizei oder Schulgesetze entscheiden. Aber ich kann Schwerin verlässlich führen, moderieren und klare Verantwortung übernehmen.
Was will ich anders an der
bisherigen Stadtpolitik machen?
Unsere Stadt hat sich unter Rico Badenschier als Oberbürgermeister gut entwickelt. Aber überall gibt es auch Dinge, die verbessert und geändert werden können. Zu oft wurde zu spät gesprochen – und zu früh entschieden. Wenn Menschen sich übergangen fühlen, leidet das Vertrauen – auch in die Demokratie. Ich will früher erklären und Beteiligung selbstverständlich machen.

Stadtgesellschaft und Demokratie
Wie kann ich als Oberbürgermeisterin den Zusammenhalt stärken?
Zusammenhalt wächst durch Begegnung, Bildung, Kultur, Sport, Ehrenamt und soziale Sicherheit. Extremismus wird dort stark, wo Menschen sich nicht gehört fühlen. Deshalb ist gute Stadtpolitik immer auch Demokratieschutz. Ich setze auf Dialog statt Spaltung, Prävention statt Eskalation und auf starke Vereine, Kulturorte und Nachbarschaften als Rückgrat unserer Stadtgesellschaft.
Wie gehe ich mit schwierigen politischen Mehrheiten um?
Mit Klarheit, Respekt und Gesprächsbereitschaft. Demokratie heißt, Mehrheiten zu organisieren – aber auch Brücken zu bauen. Ich will Konflikte früh klären, Bürgeranliegen ernst nehmen und Entscheidungen transparent vorbereiten. Eine Stadtspitze muss integrieren. Deshalb will ich regelmäßig Bürgersprechstunden in der Verwaltung und insbesondere Bürgerdialoge in den Stadtteilen anbieten.
Wie will ich Beteiligung an oder vor Entscheidungen gestalten?
Hier ein Beispiel: Zum Spielplatz Kieler Straße hat sich die SPD schon im Kommunalwahlkampf 2024 zum Erhalt bekannt. Wir haben auch beantragt, dass die Stadtvertretung die Bitte der Bürgerinitiative übernimmt, statt es zu einem Bürgerentscheid kommen zu lassen. Das hätte der Stadt mindestens 100.000 Euro gespart – davon hätte ein Teil gut in die Weiterentwicklung des Spielplatzes investiert werden können. Der Bürgerentscheid hat stattgefunden und klar ist: Das Ergebnis ist bindend. Ich will Menschen früher einbinden: Durch Bürgerdialoge, Beteiligung, eine digitale Verwaltung, wo es gut funktioniert, und die Ressourcen freigibt für Menschen, die Hilfe brauchen. Konflikte eskalieren oft, weil Menschen sich nicht gesehen fühlen. Wenn Verwaltung jedoch früh zuhört, erklärt und einbindet, wächst das Vertrauen – auch in die Demokratie. Das stärkt den Zusammenhalt in unserer Stadtgesellschaft.

Wohnen und Stadtentwicklung
Was sind meine Ziele beim
Thema Wohnen?
Wir brauchen bezahlbare Mieten für alle in Schwerin. Bezahlbares Wohnen ist für mich eine Frage der Würde. Jeder Mensch braucht einen Platz für sich, um sich zu entfalten, um sich wohlzufühlen. Nur dann nutzt er seine Chancen und bringt sich in die Stadtgesellschaft ein. Und das stärkt in einer Stadt den sozialen Zusammenhalt. Ich will unsere kommunalen Wohnungsgesellschaften stärken, sozialen Wohnungsbau ausweiten und vor allem auch unser Tafelsilber – städtische Flächen schützen. Mir ist wichtig, dass soziale Durchmischung gelingt: bezahlbarer Wohnraum auch in stabilen Lagen – und zugleich Investitionen in belastete Quartiere. Wohnen ist Daseinsvorsorge. Wer hier arbeitet, Kinder großzieht oder Pflege braucht, muss auch hier leben können. Dazu gehören barrierearme Wohnungen, Wohnraumanpassung im Alter und Prävention gegen Wohnungslosigkeit – auch bei jungen Menschen. Auch das Wohnumfeld und Orte, an denen sich Menschen begegnen – von der Sitzbank bis zum Treff – müssen hier im Fokus sein. Die Wohnadresse darf nicht aufs Geld im Portemonnaie schließen lassen. Das geht nur, wenn wir Quartiere viel besser durchmischen, Schritt für Schritt, die ersten sind gemacht. Das alles schafft Lebensqualität und macht Wohnen schön – in allen Stadtteilen. Dass soziale Stadtentwicklung gelingt, ist mir wichtig.
Wie sehe ich die Grundversorgung
mit Energie, Wärme und Wasser?
Für mich gehört die Grundversorgung in die starke öffentliche Hand: Wohnen, Energie, Wasser, Mobilität, Themen, die unbedingt auch kommunal angedockt sein müssen. Kommunale Unternehmen sichern dadurch nicht nur Versorgung, sondern auch Preisstabilität und demokratischen Einfluss. Gerade in Krisenzeiten – wie wir sie seit Jahren erleben – sehen wir, wie wichtig das ist. Ich will unsere kommunalen Betriebe strategisch stärken, Kooperationen ausbauen und Rekommunalisierung dort prüfen, wo es möglich ist.t. Daseinsvorsorge ist kein Geschäftsmodell, sondern Fundament sozialer Sicherheit und wirtschaftlicher Entwicklung. Sie entscheidet darüber, ob Menschen sich ihre Stadt leisten können – und ob Unternehmen verlässlich planen. Deshalb braucht es langfristige Investitionen, klare politische Steuerung und eine enge Verzahnung mit Klimaschutz und Infrastrukturentwicklung. Da kann vieles von der Verwaltung aus gesteuert werden und für die Stadtvertretung vorbereitet werden.
Was will ich gegen
Wohnungslosigkeit tun?
Wohnungslosigkeit beginnt lange vor der Straße. Deshalb setze ich auf Prävention: frühe Beratung, enge Zusammenarbeit mit Trägern, klare Hilfestrukturen und sichere Übergänge zurück in Wohnraum. Wohnungslosigkeit darf nicht erst sichtbar werden, wenn Menschen ihre Wohnung verlieren.

Welterbe, Tourismus und Stadtmarketing
Was bringt das Welterbe konkret?
Das Welterbe ist Identität, Stolz und wirtschaftliche Chance zugleich. Tourismus, Gastronomie, Handwerk und Einzelhandel profitieren. Auch die geplante Landesgartenschau kann zusätzliche Impulse setzen: für Grünflächen, Klimaresilienz, Lebensqualität und schönes Wohnen. Wichtig ist: Diese Chancen müssen der ganzen Stadt zugutekommen. Daran will ich arbeiten und gemeinsam mit allen engagierten Vereinen die Landesgartenschau zu einem Erfolgsprojekt entwickeln. Erste gute Ideen liegen vor, unsere Vereine sind hier enorm engagiert.

Finanzen
Wie gehe ich mit der
finanziellen Lage Schwerin um?
Auch mit engem Haushalt können wir gestalten, wenn wir klug priorisieren. Jeder Euro muss wirken und ankommen. Kinder, Bildung und Zusammenhalt stehen für mich dabei an erster Stelle. Für mich gilt: Sparen darf nicht blind erfolgen, sondern muss sozial ausgewogen sein. Investitionen in Bildung, Infrastruktur und Zusammenhalt zahlen sich langfristig aus. Hier hat Rico Badenschier gute Akzente gesetzt, die gilt es aufzugreifen und fortzusetzen. Gleichzeitig müssen wir Fördermittel von Land, Bund und EU konsequent einwerben und strategisch einsetzen. Eine Haushaltskonsolidierung bleibt der einzige Weg und notwendig – aber mit dem klaren Fokus auf Zukunftsfähigkeit. Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern ist dabei zentral: Wer versteht, wofür Geld eingesetzt wird, entwickelt auch Vertrauen in politische Entscheidungen. Und nur weil eine neue Oberbürgermeisterin kommt, ändern sich die finanziellen Rahmenbedingungen einer Stadt nicht.

Bildung und gerechte Chancen
Warum ist Bildung mein Herzensthema?
Weil Fachkräfte nicht vom Himmel fallen – sie wachsen in Kitas und Schulen. Wir können es uns nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zurückzulassen. Gute Bildung ist Sozialpolitik, Wirtschaftspolitik und Demokratieschutz zugleich. Wer früh Chancen bekommt, findet später seinen Platz in unserer Stadt. Unsere Lütten sind echte Schätze und unser größtes Potenzial. Umso wichtiger: Wer hier in Schwerin von klein auf gute Startbedingungen bekommt, wird bleiben, Verantwortung übernehmen und unsere Stadt mitgestalten. Schwerin hat viel investiert – in Schulen, in Kitas, in Qualität. Darauf werde ich aufbauen. Die sinkenden Kinderzahlen möchte ich dafür nutzen, dass die Orientierungsstufe an mehr Schweriner Grundschulen eingeführt wird. Und ich will Bildung noch stärker auf die Lebensrealität der Stadtteile ausrichten und dort Unterstützung geben, wo sie gebraucht wird. Meine Ansätze: Früh fördern, Übergänge sichern, Schulsozialarbeit stärken, Sport und Kultur unterstützen. Bildung ist nichts Losgelöstes. Sie ist die Grundlage für gute Fachkräfte, wirtschaftliche Stärke, eine stabile Demokratie und Schwerins Zukunft. Deshalb will ich dafür sorgen, dass Eltern sagen: In Schwerin wachsen meine Kinder gut auf. Und junge Menschen sagen: Hier habe ich meine Lebens-Perspektive. Wenn wir in Kinder investieren, investieren wir in eine starke Stadt. Schwerin soll ein Ort sein, an dem Kinder wachsen können.
Was bedeutet das für den
Schweriner Süden?
Der Schweriner Süden ist aktuell mein Wahlkreis. Ich bin hier wahnsinnig gern und die Entwicklung, die ich dort regelmäßig im Miteinander sehe, berühren mich sehr. Da kann sich der Rest der Stadt ein Beispiel nehmen. Im Großen Dreesch, in Neu Zippendorf und im Mueßer Holz entscheidet sich, ob unsere Stadt zusammenhält. Ich will dort Schulen stärken, Ausbildungschancen verbessern, Quartiere aufwerten und Perspektiven schaffen. Stadtentwicklung muss Chancen gerecht verteilen.

Jung und Alt
Was kann die Jugend erwarten?
Jugendlichen eine Perspektive zu geben, darf kein Satz in Sonntagsreden sein. Wir können es uns gar nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zu verlieren. Und damit sie bleiben wollen, müssen sie mitbestimmen können: Junge Menschen wissen am besten, was sie brauchen, damit sie gern hier leben, bleiben oder wiederkommen. Ihre Stimme muss bei der Gestaltung unserer Stadt Gewicht haben, dafür will ich ebenso sorgen, wie dafür, dass sie ihre Chancen kennen und nutzen. Dafür brauchen wir auch eine verlässliche Jugendhilfeplanung und Orte für junge Menschen, wo sie sich treffen können.
Was können die älteren Menschen
in Schwerin von mir erwarten?
Seniorinnen und Senioren brauchen barrierearme Wohnungen, gute Erreichbarkeit und verlässliche Strukturen. Hier leisten viele Träger und Einrichtungen hervorragende Arbeit. Als Oberbürgermeisterin werde ich diese Strukturen gemeinsam mit den Seniorinnen und Senioren stärken, vernetzen und weiterentwickeln.

Wirtschaft und Arbeit
Wie stärke ich Schwerins Wirtschaft?
Eine soziale Stadt braucht eine starke Wirtschaft und sichere Arbeitsplätze. Gute Arbeit schafft Würde, Stabilität und Zukunft. Fachkräftemangel ist aber auch in Schwerin längst Realität. Deshalb will ich eine Verwaltung, die der Wirtschaft noch serviceorientierter ist und noch mehr unterstützt: mit klaren Ansprechpartnern, schnelleren Verfahren, echter Willkommenskultur und guten Berufsschulen. Ich stehe zur beitragsfreien Kita, weil sie ein besonderer Standortvorteil ist. Vorhandenes zu nutzen und weiter zu verbessern, stärkt unser Schwerin als Standort mit Qualität – für Handwerk, Mittelstand, Industrie, Kreative, Dienstleister und auch alle anderen Branchen. Aber auch für Familien. Schwerin muss schneller werden, wenn es um Genehmigungen geht, klarer in Zuständigkeiten und freundlicher im ersten Eindruck bei Auswärtigen und Einheimischen. Standortpolitik beginnt auch bei der Verwaltungskultur. Gute Arbeit stärkt Selbstvertrauen und eine starke Wirtschaft hält eine Stadt auch zusammen.
Welche Rolle spielen Fachkräfte?
Fachkräfte sind eine wesentliche Wachstums- und Zukunftsfrage unserer Stadt. Deshalb gehören Bildung, Integration, Vereinbarkeit für Familien und gute Arbeitsbedingungen zusammen. Wirtschaftspolitik endet nicht im Gewerbegebiet – sie beginnt in der Kita und bei der Wohnungssuche. Deshalb will ich Verwaltung so führen, dass sie lösungsorientiert arbeitet und unterstützt, wenn es notwendig ist.

Weltoffenheit und Sicherheit
Wie stehe ich zur Integration?
Integration gelingt mit Offenheit, Willkommenskultur, Ordnung und Chancen. Sprache, Bildung und Arbeit sind hier der Schlüssel. Schwerin bleibt weltoffen, weil Weltoffenheit wirtschaftliche Stärke und gesellschaftlichen Zusammenhalt bedeutet. Vielfalt ist Realität – entscheidend ist, wie wir sie gestalten. Das geht nur gemeinsam.
Wie will ich für Sicherheit
in Schwerin sorgen?
Sicherheit entsteht durch gute Zusammenarbeit. Polizei, Ordnungsamt, Sozialarbeit und Verwaltung müssen abgestimmt handeln. Die Stadt kann keine Landespolizei steuern – aber sie kann ordnen, koordinieren und Prävention stärken. Ich werde klare Verantwortung übernehmen, ohne Probleme kleinzureden oder künstlich aufzublähen. Beleuchtung, Sauberkeit und Präsenz an sensiblen Orten gehören dazu. Sicherheit entsteht insbesondere durch klare Zuständigkeiten.